- FDP Pinneberg

Weihnachtsmärchen 2019 für alle kleinen und großen Pinneberger

Geld für Kunstrasen statt für den Schulbau……

Wer das in Pinneberg durchsetzen möchte, muss forsch auftreten. Am besten auch noch mit Scheuklappen, die den Blick nur geradeaus auf das selbstgesetzte Ziel lenken, welches nicht zu den Pflichtaufgaben der Stadt gehört. Kein einziges Blinzeln ist erlaubt auf die vielen dringendst zu erledigenden Pflichtaufgaben der Stadt.

Weihnachtszeit ist Wunschzettelzeit im ganzen Land. Nur Pinneberg macht da eine Ausnahme: In Pinneberg - wie auch in manch anderer Gemeinde - ist das ganze Jahr über Wunschzettelzeit und anders, als sonst beim Wünschen üblich, wird an den jeweiligen Wunsch sogleich ein festes Erfüllungsdatum verknüpft, denn dann gibt es Fördergelder vom Land zum Beispiel …….
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Weihnachtsmärchen 2019 für alle kleinen und großen Pinneberger

Doch nun zum angekündigten Weihnachtsmärchen:

Auf das Familienleben übertragen bedeutet es, dass es allen 10 Kindern das ganze Jahr über erlaubt ist, den Eltern ( das sind ja diejenigen, die über den Geldbeutel verfügen können) Wünsche mitzuteilen. Geschickt dabei sind die Kinder, die sich vorher bei Verwandten und Freunden vergewissert haben, dass es eine beträchtliche Summe an finanzieller Unterstützung geben wird, wenn die Eltern bereit sind, eine feste Zusage über den Restbetrag der Kaufsumme und den Zeitpunkt der Anschaffung zu machen…..Alles ist dann möglich: Die Eltern brauchen doch jeweils nur die Finanzierungslücke zum Geldgeschenk aufzufüllen. Das ist doch wohl möglich und außerdem ist doch wohl auch ganz leicht einzusehen, dass es pure Dummheit wäre, auf die Geldgeschenke der „Sponsoren“ zu verzichten.

Nun ist es aber so, dass die Geldeinnahmen der Eltern im Laufe des Jahres immer geringer werden….Darüber hinaus müssen sie nun feststellen, das das Geld kaum reicht für den ganz normalen Alltag, für die Ausgaben , die durch den Schulbesuch, durch Klassenfahrten und Nachhilfestunden entstehen.

Die Eltern beginnen nachzudenken und schließlich stellen sie eine Prioritätenliste auf. Dabei stellt sich heraus, dass sie sehr wohl noch imstande sind, ihre Kinder weiter zu fördern, wenn alle anderen Wünsche, ( eine Tochter möchte ein flotteres Fahrrad, ein Sohn ein noch größeres Trampolin, ein anderer einen eigenen Fernseher, eine Tochter eine wunderschöne Bank unter dem Apfelbaum usw… ) die im Laufe des Jahres an sie herangetragen wurden, zurückgestellt werden .

Die zwei ältesten Jungs erfahren von den Überlegungen der Eltern und sogleich schrillen sämtliche Alarmglocken in ihren Köpfen: Wenn die Eltern weiter in diese Richtung denken, bekommen wir unseren Kunstrasenplatz hinter dem Haus nie…
So formulieren sie eiligst einen Dringlichkeitsantrag an die Eltern, wohl wissend ( dafür waren sie alt und intelligent genug) , dass große Finanzschwierigkeiten auf die ganze Familie zukommen würden, sollten die Eltern ihnen jetzt eine Zusage für diesen Wunsch ( Kunstrasenplatz) machen. Auch den kleineren Geschwistern gegenüber wird auf das Eindringlichste klargemacht , wieviel von den von den Verwandten zugesagten Geldern der Familie verloren ginge, sollten die Eltern, diesem Antrag auf Wunscherfüllung nicht zustimmen.

Die Eltern wissen weder ein noch aus: Sie wissen, dass sie ihren Kindern vor geraumer Zeit mal einen Kunstrasen versprochen haben, aber sie wissen auch, dass sie im kommenden Jahr ihren anderen Kindern selbst nötigste Mittel für den Schulbesuch nicht mehr zur Verfügung stellen können, weil dafür keinerlei Geld mehr zur Verfügung stehen wird.

Was sollen sie tun? Wie sollen sie sich entscheiden?

Da dies nun ein Märchen werden soll, sei dieser Schluss erlaubt: Kurz bevor die Verwandten ihre Zusage von „ Fördermitteln“ stoppen, ganz kurz vor Weihnachten, gewinnt der Vater einen Milliardenbetrag im Lotto ……

Gisela Fischer, 09.12.2019, Pinneberg
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